"Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände" gibt jährlich einen Überblick über die Rückstände von Pestiziden in Lebensmitteln.
Sie basiert auf den Daten der Lebensmittelüberwachung der Bundesländer. Die Überwachung erfolgt risikoorientiert: Erzeugnisse, die stärker belastet sind, werden häufiger untersucht als unproblematische Produkte. Deshalb variieren die Probenumfänge zwischen den einzelnen Erzeugnissen in der Nationalen Berichterstattung sehr stark. Die Ergebnisse der verschiedenen Jahre sind nicht miteinander vergleichbar, da bis zum 01. September 2008 jährlich Allgemeinverfügungen erteilt wurden. Zudem ändern sich die in der Verordnung für Rückstandshöchstmengen festgelegten Höchstgehalte.
Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Auszug aus den Untersuchungsergebnisse des
Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Jahr 2008: | Produkte | Anteil der Proben ohne Rückstände |
|---|---|
| Avocado, Blumenkohl, Broccoli, Chicoree, Chinakohl, Kohlrübe, Litchi, Esskastanie, Rhabarber, Rote Bete, Spargel, Wildwachsende Pilze, Zwiebel | über 70 Prozent |
| Bleich-/Stangensellerie, Bohnen mit Hülsen, Fenchel, Grünkohl, Heidelbeere, Kaki, Karotte/Möhre, Kartoffeln, Knollensellerie, Kohlrabi, Mangold, Physalis, Rosenkohl, Spinat, Wassermelone, Zitrone, Zuchtpilze | 50 - 70 Prozent |
| Apfel, Aubergine, Banane, Endivien, Erbsen ohne Hülsen, Frische Kräuter, Gurke, Kiwi, Kopfkohl, Lauchzwiebeln (Frühlingszwiebeln), Mango, Meerrettich, Melone, Orange, Paprika, Pflaume, Porree, Tomate, Zucchini | 30 - 50 Prozent |
| Ananas, Aprikose, Birne, Brombeeren, Erdbeere, Feldsalat, Grapefruit, Himbeere, Johannisbeere (schwarz, rot und weiß), Karambole, Kirsche Limette, Mandarine, Maracuja, Pfirsich, Radieschen, Rettich, Rucola, Salat, Schalotte, Schwarzwurzel, Stachelbeere, Tafeltraube | weniger als 30 Prozent |
Laut Bericht 2008 wurden Maracuja (20,8 Prozent der Proben), frische Kräuter (8,6 Prozent), Grünkohl (6,0 Prozent) und Zitronen (5,3 Prozent) am häufigsten beanstandet.
Das Lebensmittel-Monitoring (siehe
Berichte zur Lebensmittelsicherheit 2008 - Lebensmittelmonitoring) untersuchte 2008 schwerpunktmäßig Reis, Kartoffeln, Spinat, Zwiebel, Gurken, Grüne Bohnen, Karotten, Rote Johannisbeeren, Birne, Mandarinen sowie verschiedene verarbeitete Lebensmittel wie Öle, Apfelsaft, Schokolade; Tees und Lakritze. . In 73 Prozent der Proben von Kartoffeln, Spinat, Zwiebeln und Apfelsaft wurden keine Rückstände nachgewiesen. Auch bei Distelöl, Olivenöl und Schokolade war der Anteil ohne bestimmbare Rückstände mit mehr als 89 Prozent sehr hoch, diese Erzeugnisse wurde jedoch auf relativ wenige Stoffe untersucht.
In Reis, Gurken, grüne Bohnen, Karotten und Pfefferminzblättertee wurden häufiger Rückstände gefunden; 60-70 Prozent der Proben enthielten Rückstände. Rooibostee enthielt in 75 Prozent der Proben quantifizierbare Gehalte. Wie schon bei vorangegangenen Untersuchungen im Rahmen den Monitorings wies wieder Obst die meisten positiven Befunde auf: 76–90 Prozent aller Proben von Birnen, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Mandarinen/ Clementinen/Satsumas hatten quantifizierbare Rückstände. Diese Obstsorten enthielten auch die höchste Anzahl an Mehrfachrückständen.

